In den letzten Wochen habe ich mich bewusst mit dem Schreiben zum Thema Suchmaschinenmarketing zurück gehalten. Ich habe mir viel Zeit genommen den sogenannten Suchmaschinenmarketing-Markt unter die Luppe zu nehmen. Für mich erstaunlich, dass es zwar viele Anbieter von Suchmaschinenmarketing gibt, diese jedoch nicht wirklich zu "Wissen" scheinen, wie sich das Suchmaschinenmarketing aufteilt.
SEM unterteilt sich in SEA und SEO. Hmmmh, strange. Eine Agentur die sich auf SEM (Suchmaschinenmarketing = SearchEngineMarketing) spezialisiert hat, sollte demnach SEO & SEA anbieten. Der richtige Mix aus beidem bietet dem Kunden ein Maximum an ROI, Vissibility und Performance.
Unter SEA verstehen wir geschaltete Werbung bei Suchmaschinen (SearchEngineAdvertising) wie Adwords bei Google. Wer SEA anbietet und sich dabei ein GAP (Google Adwords Professional) erarbeitet hat, gilt nicht zwingend (in den meisten Fällen definitiv nicht) auch als SEO Spezialist. Ein GAP ist aber sicher etwas, was ein Suchmaschinenmarketing-Anbieter auf Mitarbeiter und Unternehmensebene anstreben sollte. Im SEA-Bereich finden wir vorwiegend Texter und Werber die sich mit effizienten Kleinanzeigen in den Suchmaschinen rumschlagen. Das SEA darf jedoch vom SEO nicht unterschätzt werden. Bis heute eine Seite durch SEO bei Goolge erfolgreich platziert wird vergehen immerhin 6 Monate. Welcher Kunde hat jedoch so lange Zeit, auf qualitativen Traffic zu verzichten? Keiner! Dieses Loch soll und muss mit SEA geschlossen werden.
SEA ist teurer als SEO da für Platzierungen Gebote abgegeben werden müssen. Dabei bezahlen teilweise Firmen horrende Beträge für "Produkte-Namen", auf welchen sie sogar das Copyright besitzen. Die amerikanische Hotelindustrie hat als eine der ersten Industriezweige darauf reagiert und verbietet zum Beispiel Wiederverkäufern von "Marriott Hotels" explizit das Schalten von Werbung auf dem "Marriott"-Brand. Dadurch hat Marriott die Möglichkeit den SEA-Preis tief zu halten. Wiederverkäufer ja, aber diese auch noch als Konkurrenten und damit den Preis hochtreibende "Störefriede" zu zulassen entspricht wohl kaum einer Unternehmens-Online-Marketing-Strategie.
Will man dem entgegen treten muss man bei Google eine Markenverletzung platzieren. Diese hilft beim SEA kostensparen. Es gilt jedoch zu beachten, das Verträge mit Wiederverkäufern auch explizit SEA-Aktivitäten ausschliessen.
Der SEO-Bereich darf auch weiterhin von keinem SEA-Nutzer vergessen und/oder unterschätzt werden. Durch den Einsatz von SEO lassen sich die Kosten von SEA längerfristig senken und der ROI im Gegensatz zum SEA-ROI steigern. Professionelles SEO bedingt kein GAP (Google Adwords Professional). Technisches Know-How erachte ich noch immer als eine Grundvoraussetzung für den langfristigen Erfolg. Eine Webseite muss für den Crawler lesbar/zugänglich gemacht werden. Jedes einzelne Dokument muss innert 3 Klicks von der Startseite erreicht werden. Dokumente müssen selbstsprechende Titel haben. Headings (Headlines) gehören ebenso dazu. Paragraphen erleichtern das lesen von Dokumenten, für den Besucher und den Suchmaschinen-Robot (Crawler).
SEO's sollten Kunden bestätigen, dass sie sich an die Richtlinien von Suchmaschinenbetreiber halten. Fehler eines SEO's können beim Kunden einen Besucherausfall auf Grund von eingesetzten Technologien verursachen, welcher zu einem Einnahmenausfall führen kann. Dieser Ausfall darf nie das Risiko des Kunden sein.
Erfolg im SEO hängt auch mit der Popularität einer Webseite zusammen. Seriöse SEO's bauen qualitative Links auf die Kunden Webseite auf. Qualitative Links haben eine Themen-Relevanz zur Kundenseite. Anders als von anderen sogenannten Suchmaschinenmarketing-Spezialisten (SEO) angepriesen können in diesem Umfeld auch Linktausch mit Themen-Relevanten Sites Erfolg bringen. SEO's die sich auf der Kundenseite verewigen, ob im Source-Code oder sogar mit einem Link, sollten gemieden werden. Diese fördern "nur" die Popularität ihrer eigenen Seite. Schön das die Position 1 bei Google Schweiz (Resultate aus der Schweiz) für den Begriff "Suchmaschinen Marketing" genau auf diesem "unseriösen" Modell basiert. Gewisse Betreiber lernen es wohl nie (persönliche Meinung...).
Erstaunlicherweise habe ich im Zusammenhang mit SEO-Angeboten noch immer viel über den Kauf von Links zur Förderung von Popularität gelesen. Hallo? Warum Links kaufen, wenn eine qualitative Seite diese auch auf Grund Ihrer Attraktivität und Qualität bekommen kann? Gekaufte Links können von Google bestraft werden. Wer einen Link kauft sollte dies nur dann tun, wenn er von der entsprechenden Seite primär direkten Traffic erwartet und nicht versucht die Suchmaschinenresultate zu "manipulieren". Für Leute die Links verkaufen gilt der Grundsatz: "no follow" im href.
Wie man wohl unschwer verkennt: SEO hat was mit dem Mix aus Technik, Texten und Werbung zu tun.
Tja, ich hoffe, das jetzt SEO- und SEA-Anbieter auch wieder vermehrt unterscheiden, ob SEO- oder SEA-Angeboten wird, damit auch Kunden verstehen, welche Teile Sie im Suchmaschinenmarketing abdecken.