Auf Grund der PageRank-Updates bei Google stellt man sich in der SEO-Gemeinde derzeit diverse Fragen. Auch hier in den Blog Kommentaren gibt es die Nachfrage, wie es weiter geht. Wo die Suchmaschinen oder ich einen Unterschied zwischen Linkbuilding und Linkbuying sehen. Für mich ein Grund Stellung zu nehmen.
Das alte Modell Links zu kaufen um die Popularität bei Google zu fördern, hat ausgedient. Google honoriert gekaufte Links ganz einfach nicht mehr. Links zu kaufen war und ist auch nach dem letzten Update noch immer einfach. Wer jedoch Links kauft muss sich bewusst sein, dass er damit "nur" direkten Traffic von der Seite generiert, auf welcher er seinen Link platziert. Dieser Traffic kann von einer Themenrelevanten Seite genial sein. Der Käufer wie auch der Verkäufer sollten jedoch darauf achten, dass in der <a href auch ein rel="nofollow"> eingesetzt wird. Dadurch ist der Suchmaschine klar, dass der Link nur zu Werbezwecken platziert wurde und Traffic direkt von der entsprechenden Website erwartet.
Das Linkbuying hat viele Geschäftswelten total auf den Kopf gestellt. Kleine, ehemals erfolgreiche Seiten mussten Links einkaufen um im Business zu bleiben. Grössere Venture-Captial finanzierte Unternehmen waren bereit Tausende von Dollars pro Tag in Links zu investieren, nur um einen Teil des Kuchens zu erhalten. Neben den hohen Kosten für Links hatten die Käufer nicht wirklich viel zu tun. Sie konnten zu "Couch-Potatoes" mutieren und Ihre Kasse minütlich klingeln hören.
Ein Downgrade solcher Webseiten hat definitiv zur Folge, dass das Klingeln zur limitierten Edition wurde. Beim Kauf von Links gibt kein Verkäufer eine PageRank-Garantie. Verschiedenste Links wurden für mehrere Monate bis zu einem Jahr fix eingekauft. Den positiven Effekt den sie generiert haben bauen sie jetzt durch den unschönen PageRank Downgrade wieder ab. Für viele, welche damit Ihr Geschäft betrieben haben heisst das, neue Wege zu suchen. Wege, die es schon früher gab, aber ganz einfach zu ümständlich waren, weil zu zeitintensiv.
Damit gemeint ist das eigentliche Linkbuilding. Linkbuilding ist defitiniv der Weg zum Erfolg. Es gilt jedoch zu beachten, dass auch Seiten, welche durch Linkbuilding Ihre Popularität gefördert haben, evtl. eine PageRank einbusse verzeichnen mussten. Dies war keine Abstrafung der Suchmaschine Google, sondern ganz einfach eine logische Folge der Neubewertung sämtlicher PageRank's innerhalb des Google Algos.
Beim Linkbuilding unterscheiden wir zwischen Faktoren, welche beim Linkbuilding weniger eine Rolle gespielt haben. Wir suchen nach Seiten, welche für einen Webauftritt einerseits von Relevanz sind und andererseits einen Mehrnutzen auf der entsprechenden Seite generieren können. Ein Beispiel sind zum Beispiel die Google Widgets. Wer sie hat und zu entsprechender Seite relevante Sites gefunden hat, wird versuchen die Google Widgets auf entsprechenden Seiten zu implementieren. Entsprechende Aktion wird definitiv erfolgreich.
Die Links die platziert werden, müssen mehr als nur ein reiner Textlink sein. Ein Link ist eine Empfehlung. Eine Empfehlung umfasst jedoch mehr als nur die wichtigsten "Suchbegriffe". Eine Beschreibung zum Thema schmückt den Verweis aus. Google zeigt uns, wie solche Snippets eigentlich aussehen sollten.
Nehmen wir ganz einfach die Google Adwords. Wer Adwords schaltet weiss auch, dass er da nicht nur Keywords "pflastern" kann. Er muss eine kleine, attraktive Geschichte schreiben, die den Seitenbesucher dazu animiert, auf den entsprechenden Link (die Empfehlung eines Dritten) zu klicken. Wer sich auf einen reinen Textlink beschränkt, generiert weniger Vertrauen und Mehrnutzen.
Neue Links müssen regelmässig entstehen. Linkbuilding ist nicht nach 2, 6 oder 12 Monaten abgeschlossen, sondern ein fortlaufender Prozess. Wer es richtig machen will, muss ein Tagebuch führen. Die erhaltenen Verweise regelmässig prüfen und evtl. aktualisieren lassen. Links auch immer wieder neu bewerten und messen. Natürlich können verschiedene erforderliche Prozesse automatisiert werden, doch Empfehlungen werden bekanntlich nicht von Maschinen generiert sondern von "Menschen" abgegeben. Ob auf einer Website oder im "normalen" Leben.
Seriöse darauf spezialisierte Anbieter gibt es wohl nicht wirklich viele. Doch Firmen die auf Linkbuilding sezten, sind sicher auch weiterhin auf dem richtigen Weg.
Journalisten-Recherchen: PC Tipp zum Beispiel geht davon aus, dass nur Webseiten einen PageRank downgrade erhalten haben, welche eine entfernte indirekte oder direkte Verbindung zu Linknetzwerken und/oder Linkverkäufern haben. Des weiteren wird davon gesprochen, das die betroffenen Seiten auf die niedrigste Stufe zurückgesetzt wurden. Hmmmh, woher auch immer das Wissen kommt, es entspricht nicht wirklich dem, was Analysen aufzeigen.
Einerseits wurden Bestrafungen im Sinne von einem PageRank -3 ausgesprochen. Damit kann/konnte erreicht werden, dass diese Webseiten an Relevanz verlieren. Nur vereinzelte Seiten wurden zu 100% zurückgesetzt. Doch was ist die niedrigste Stufe? Eigentlich noch immer der Ausschluss. Von einem solchen sind aber keine entsprechenden Seiten bekannt.
Mich erstaunt, dass dieser PageRank Update eine solch hohe Welle auslösen konnte. Vor x-Monaten wurde bereits eine ähnliche Bestrafung vorgenommen. Damals wurden Resultate ganz einfach auf die Position 31 der organischen Suchresultate von Google verbannt und dort sucht keiner mehr. Was mich noch mehr erstaunt sind Fakten die ganz deutlich aufzeigen, dass es auch Seiten gab, die vom ganzen Update verschont wurden (Tripadvisor, Venere, Booking.com etc.). Alle diese Webseiten geben viel Geld für Adwords aus. Strange?
Fazit: Es wird nie wirklich klar werden, wer warum betroffen war. Klar ist jedoch eher, wer warum nicht betroffen wurde. Ich bin mal gespannt, wie lange es effektiv dauert, bis sämtliche überbewerteten Resultate aus der Google Suchabfrage verschwunden sind. Für alle die, die Ihr Business seriös geplant haben, weiter so. Für alle anderen, beginnt mit professionellem Linkbuilding. Nicht die Zahl der Links entscheidet, sondern die Qualität.
Und als kleines Schlusswort: Wer Geld in gekaufte Links investiert hat, hätte dieses besser in Adwords abgebrannt. Da gab es nämlich keine Bestrafung:-)